News national

Pressemitteilung der DGP zum WHO-Report zur globalen Tabakepidemie 2021

05.08.2021

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) und die Deutsche Lungenstiftung e. V. (DLS) fordern in einer Pressmitteilung zum WHO-Report zur globalen Tabakepidemie eine konsequente Regulierung neuer Nikotinprodukte. Dazu gehören nach Auffassung der DGP und der DLS ein umfassendes Werbeverbot bereits ab 2022, eine wirksame Besteuerung, ein Nutzungsverbot von E-Zigaretten an allen Orten, an denen Rauchverbote bestehen, und ein Verbot von Aromastoffen, durch die insbesondere Jugendliche an den Nikotinkonsum herangeführt werden. DGP und DLS setzen sich außerdem für die Kostenübernahme von Tabakentwöhnungsprogrammen ein.

Pressemitteilung

Gesetz zur Modernisierung des Tabaksteuerrechts

28.06.2021

Der Bundestag hat am 10. Juni 2021 der Reform der Tabaksteuer zugestimmt. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung (19/28655, 19/29589) wurde mit der Mehrheit von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der AfD, FDP und der Linken bei Enthaltung von Bündnis 90/Die Grünen angenommen. Der Finanzausschuss hatte am 9. Juni einer Beschlussempfehlung (19/30490) zugestimmt, die eine Reihe von Änderungen zum ursprünglichen Gesetzentwurf vorsieht. Am 25. Juni stimmte schließlich auch der Bundsrat dem Gesetz zu.

mehr lesen

Tabakentwöhnung als GKV-Leistung

15.06.2021

Am 11. Juni 2021 hat der Deutsche Bundestag das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) verabschiedet. Eine der neuen Regelungen des Gesetzes sieht vor, dass "... Versicherte, bei denen eine schwere Tabakabhängigkeit festgestellt wurde, Anspruch auf eine einmalige Versorgung mit Arzneimitteln zur Tabakentwöhnung im Rahmen von evidenzbasierten Programmen zur Tabakentwöhnung" haben. Kritisch zu bewerten ist, dass eine erneute Versorgung frühestens drei Jahre nach Abschluss der Behandlung möglich ist. Da mit dem Gesetz der Gemeinsame Bundesausschuss beauftragt wird, in einer Richtlinie festzulegen, „welche Arzneimittel und unter welchen Voraussetzungen Arzneimittel zur Tabakentwöhnung im Rahmen von evidenzbasierten Programmen zur Tabakentwöhnung verordnet werden können“, bleibt abzuwarten, unter welchen Rahmenbedingungen zukünftig eine Verordnung von Arzneimitteln zur Tabakentwöhnung möglich sein wird.

Deutsches Netz rauchfreier Krankenhäuser erhält World No Tobacco Day Award

08.06.2021

Das Deutsche Netz rauchfreier Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen (DNRfK) ist in diesem Jahr mit dem World No Tobacco Day Award der Weltgesundheitsorganisation ausgezeichnet worden. Das DNRfK ist ein Zusammenschluss von Kliniken und Experten, die sich dafür einsetzen, dass Beratung und Motivation zum Rauchstopp durch Gesundheitseinrichtungen selbstverständlich werden. (WHO, PM des DNRfK)

Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040

27.05.2021

Im Jahr 2040 sollen in Deutschland weniger als fünf Prozent der Erwachsenen und weniger als zwei Prozent der Jugendlichen Tabakprodukte oder E-Zigaretten konsumieren. Mit diesem Aufruf wenden sich 52 gesundheits- und zivilgesellschaftliche Organisationen – auch das ABNR – anlässlich des Weltnichtrauchertages 2021 an die Politik. Das neue Strategiepapier fasst zehn konkrete Maßnahmen zur Tabakkontrolle und einen Zeitplan für deren Umsetzung zusammen. (PM, Strategie 2040)

ABNR-Stellungnahme zu E-Zigaretten

19.05.2021

Seit der Einführung der E-Zigaretten wird weltweit über deren potentielles Nutzen- und Schadenspotential diskutiert. Auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse nimmt das Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR) dazu Stellung. Dabei stehen die Fragen nach den Gesundheitsrisiken, der Eignung von E-Zigaretten für die Tabakentwöhnung sowie das Potential der E-Zigarette als Einstieg in den Zigarettenkonsum im Vordergrund. Schließlich werden Forderungen für die Regulierung von E-Zigaretten formuliert. 

ABNR-Stellungnahme zu E-Zigaretten

DHS Stellungnahme zu E-Zigaretten

05.05.2021

Am 5. Mai 2021 veröffentlichte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) eine Stellungnahme zu E-Zigaretten. Darin bewertet die DHS die E-Zigarette eindeutig als Suchtmittel. Es sei derzeit kein positiver Effekt von E-Zigaretten in der Gesamtbevölkerung zu sehen, heißt es in der DHS Stellungnahme. Wegen gesundheitlicher Risiken warnt sie nachdrücklich vor einer Promotion der E-Zigarette gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik. Zudem wird verstärkte Forschung gefordert, damit weitere Risiken und Nebenwirkungen beim Konsum von E-Zigaretten offengelegt werden.

mehr lesen

Weltnichtrauchertag 31. Mai 2021

05.05.2021

Das diesjährige von der Deutschen Krebshilfe und dem Aktionsbündnis Nichtrauchen e. V. ausgegebene Motto in Deutschland lautet: Qualmst Du noch? Ich hör auf!

Damit thematisiert der Weltnichtrauchertag 2021 in Deutschland verschiedene Aspekte der Rauchentwöhnung: Zum einen sollen Konsumierende beim Rauchstopp unterstützt werden, zum anderen wird ein besserer Zugang zu und die Bezahlung von nachweislich wirksamen Entwöhnungsangeboten gefordert.

Mehr Informationen und kostenlose Materialien gibt auf der Homepage zum Weltnichtrauchertag

DHS-Publikation „E-Zigaretten sind riskant“ in leichter Sprache

04.05.2021

In der neuen Publikation der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) „E-Zigaretten sind riskant“ werden wichtige Aspekte zur E-Zigarette in leichter Sprache erläutert. Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden oder über das Bestellcenter der DHS kostenfrei bestellt werden.

DKFZ Publikation: Gesundheit fördern – Einfluss der Tabakindustrie verhindern

04.05.2021

Eine aktuelle Publikation des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) beleuchtet, welche Taktiken die Tabakindustrie einsetzt, um wirksame Maßnahmen der Tabakprävention zu verhindern, zu verzögern oder zu untergraben und mit welchen Maßnahmen der Einfluss der Tabakindustrie eingedämmt werden kann.

Gesundheit fördern – Einfluss der Tabakindustrie verhindern

ABNR unterstützt Bundesinitiative "Rauchfrei leben"

27.04.2021

Am 27. April 2021 wurde die neue Kommunikationskampagne „Rauchfrei leben - Deine Chance“ der Drogenbeauftragten gestartet. Mit der Bundesinitiative „Rauchfrei leben“ sollen diejenigen erreicht werden, die aufhören wollen, dies jedoch bislang alleine nicht geschafft haben. 

Das Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR) unterstützt die Initiative neben anderen Akteuren wie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundesärztekammer (BÄK), dem GKV-Spitzenverband, dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Deutschen Krebshilfe und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).

mehr lesen

Jahrbuch Sucht 2021

15.04.2021

Die Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) meldet im neuen Jahrbuch Sucht 2021 einen erhöhten Verbrauch von Feinschnitt (selbstgedrehten Zigaretten) und (Wasser-)Pfeifentabak im Jahr 2020 sowie den Anstieg von Ausgaben für Tabakwaren. 

Pressemitteilung

Lobbyregister beschlossen

26.03.2021

Nach jahrelangen Diskussionen hat der Bundestag am 25. März 2021 schließlich die Einführung eines Lobbyregisters beschlossen (Drucksache 19/27922). Der Gesetzesentwurf (Drucksache 19/22179) wurde bereits im September in den Bundestag eingebracht. Interessenvertreter:innen, die in Bundestag und Bundesregierung aktiv sind, müssen sich künftig in ein öffentlich einsehbares Register eintragen und dort Angaben über ihre Auftraggeber und  finanzielle Aufwendungen machen. Auch wenn der Beschluss als wichtiger Meilenstein begrüßt wird, kommt Kritik aus der Opposition, Transparenzorganisationen, der Verbraucherzentrale Bundesverband sowie Umweltverbänden. Insbesondere aufgrund des Fehlens eines sogenannten "exekutiven Fußabdrucks" (Nachverfolgung der Einflussnahme auf Gesetzesvorhaben) könne nicht von wirklicher Transparenz gesprochen werden, so die Kritiker:innen. (Lobbycontrol)

UN-Kinderrechtskomitee – Unfairtobacco und weitere Organisation beziehen Stellung

15.03.2021

Im Anschluss an eine Anhörung des UN-Kinderrechtskomitees zur Lage der Kinderrechte in Deutschland, verfasste die Organisation Unfaitobacco gemeinsam mit 17 weiteren Organisationen Forderungen, um Kinderrechte in Bezug auf Rauchen und Tabak in Deutschland stärker umzusetzen. Themen sind dabei unter anderem ein umfangreiches Tabakwerbeverbot, Tabaksteuern und ein wirksames Lieferkettengesetz. (Unfairtobacco

Bundesinstitut für Risikobewertung: Zusatzstoffe in Tabak und E-Zigaretten

08.03.2021

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat eine Reihe von Inhalts- und Zusatzstoffen in Zigarettentabak und Liquids für E-Zigaretten als gesundheitlich beeinträchtigend bewertet. Ziel war es, die Anlagen 1 und 2 der Tabakerzeugnisverordnung zum Verbot von Zusatzstoffen in Tabak, Liquids und Nachfüllbehältern um weitere potenziell gesundheitsgefährdende Stoffe zu ergänzen. (BfR)

mehr lesen

Weltkrebstag: Risikofaktor Rauchen

03.02.2021

Zum Weltkrebstag am 4. Februar wurde auch Tabakkonsum, als vermeidbarer Risikofaktor für verschiedene Krebsarten, thematisiert: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Drogenbeauftrage der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), setzen den Schwerpunkt auf den Rauchstopp: langjährige Rauchende sollen beim Aufhören stärker unterstützt werden (Pressemitteilung BZgA).

Aktualisierte S3-Leitlinie zu Rauchen und Tabakabhängigkeit

12.01.2021

Unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) hat eine Vielzahl an Akteuren (auch unter Beteiligung einiger Mitglieder des ABNR) die S3 Leitlinie “Rauchen und Tabakabhängigkeit: Screening, Diagnostik und Behandlung” aktualisiert. Sie soll Expert:innen Unterstützung und Orientierung bieten und die Gefahren des Tabakkonsums in der Gesellschaft bekannter machen. (Aerzteblatt, S3 Leitlinie)

DGP-Stellungnahme: Tabakentwöhnung mit E-Zigarette?

15.12.2020

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme dagegen aus, E-Zigaretten und Tabakerhitzer zur Tabakentwöhnung zu propagieren. Das Aerosol von E-Zigaretten enthalte toxische Inhaltsstoffe, die nachweislich schädigend auf Lunge, Herz-Kreislauf-System und Immunsystem wirkten und potenziell karzinogen seien. Zudem seien Untersuchungen zu E-Zigaretten als Mittel in der Tabakentwöhnung zu wenig überzeugend, um E-Zigaretten gegenüber langjährig erprobten und etablierten Nikotinersatzpräparaten (NRT) oder anderen Medikamenten, die das Rauchverlangen reduzieren, zu bevorzugen. (DGP) 

Zu der Frage, ob sich E-Zigaretten für die Rauchentwöhnung eignen, hat sich auch Professor Wulf Pankow (Vertreter der DGP im ABNR) in einem Interview mit Gesundheitsstadt Berlin geäußert. 

18. Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle

02.12.2020

Die diesjährige 18. Konferenz für Tabakkontrolle fand aufgrund der Corona-Pandemie am 2. Dezember 2020 als eintägige virtuelle Veranstaltung statt. Die Plenumsveranstaltung am Vormittag fand unter der Überschrift „Aktuelle Herausforderungen in der Tabakprävention / Blick über die Grenzen“ statt. Nachmittags wurden die Themen „Tabakentwöhnung“, „Nurses Role in Tobacco Control“, „Gemeinsame Herausforderung in der Prävention“ und „Aspekte der Prävention“ in vier Symposien behandelt. Die Vorträge werden auf der Homepage des DKFZ eingestellt, sobald sie von den Autoren zur Verfügung gestellt und freigegeben wurden.

Tabakatlas 2020

01.12.2020

Als Auftakt der Tabakkontrollkonferenz stellte das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) den Tabakatlas 2020 vor. Darin werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, Daten und Zahlen rund um das Thema Tabakkonsum sowie gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen zusammengefasst. Es berichten der Spiegel und das Aerzteblatt.

Jahresbericht der Drogenbeauftragten

26.11.2020

Im Jahresbericht 2020 stellt die Drogenbeauftrage Daniela Ludwig die aktuellen Trends und Zahlen zu den Themen Tabak, Alkohol, illegale Drogen, Medien- und Glücksspielsucht vor. Laut des Berichts sterben in Deutschland jährlich 127 000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Als Schwerpunkt für das kommenden Jahr stellt Frau Ludwig deshalb ein Maßnahmenpaket mit Fokus auf Tabakentwöhnung in Aussicht. Kritik zum Bericht kommt aus der Opposition (Berliner Zeitung). Es berichten unter anderemSZ und FAZ.

Bundesrat: E-Zigaretten und E-Liquids sollen im Onlinehandel stärker reguliert werden

12.10.2020

Um Konsument*innen von E-Zigaretten vor illegalen und importierten Produkten zu schützen, fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf, verschiedene Maßnahmen zu prüfen. Bisherige Bemühungen sind laut Bundesrat nicht ausreichend erfolgreich, da die meisten Unternehmen ihren Sitz im Ausland haben.Die angeregten Maßnahmen beinhalten unter anderem die verpflichtende Kennzeichnung von Online-Produkten oder die Rechtsverpflichtung für Betreiber von Online-Marktplätzen, das eigene Angebot auf Rechtskonformität zu prüfen. (Bundesrat kompakt, Beschluss)

Deutsche Krebshilfe: Maßnahmen zur Tabakentwöhnung sollen von Kassen getragen werden

12.10.2020

Die Deutsche Krebshilfe (DKH) fordert die volle Kostenübernahme für Tabak- und Nikotinentwöhnung durch gesetzliche Krankenkassen. Besonders in der Corona-Pandemie müsse Rauchen als Sucht angesehen und aufhörwillige Rauchende bei Maßnahmen zur Entwöhnung unterstützt werden, so Vorstand Gerd Nettekoven zur Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Die Deutsche Krebshilfe wendet sich mit diesen Forderungen an Gesundheitsminister Jens Spahn und die Drogenbeauftragte Daniela Ludwig. (NOZ)

18. Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle

08.10.2020

Am Mittwoch, den 2. Dezember 2020, findet die diesjährige Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle statt. Ziel der Konferenz ist die Stärkung bestehender Projekte und Initiativen zur Verminderung des Rauchens und für eine wirksame Tabakprävention. Die Konferenz dient auch der Fortbildung von Ärzten, Psychologen und anderen Gesundheitsberufen in der Tabakentwöhnung.

mehr lesen

Besteuerung von Rauch- und Tabakprodukten

09.09.2020

In einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wird die Bundesregierung aufgefordert, sich im EU-Rat dafür einzusetzen, die EU-Tabaksteuerrichtlinie 2011/64/EU schnellstmöglich zu einer Steuerrichtlinie für Rauch- und Dampfprodukte weiterzuentwickeln. Auf Einladung des Finanzausschusses fand am 7. September eine öffentliche Anhörung zum Thema statt. Die Aufzeichnung der Anhörung sowie die Statements der geladenen Expert*innen, darunter auch Vertreter*innen des ABNR, sind online einzusehen (Bundestag). 

mehr lesen

Lobbyregister in Deutschland

09.09.2020

Nach jahrelangen Diskussionen um die Einführung eines Lobbyregisters legten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD nach der Sommerpause den Entwurf eines "Lobbyregistergesetzes" vor. Dieser sieht die Registrierungspflicht aller im Bundestag aktiven Interessenvertretungen, einen Verhaltenskodex sowie eine Strafzahlung bei Nichtregistrierung vor. Von Opposition und Transparenzorganisationen wurde kritisiert, dass das Lobbyregister vorerst nur für den Bundestag gelten sollte. Schließlich einigten sich die Koalitionäre darauf, die Regelungen gleichermaßen auch auf die Regierung, also die Bundesministerien und das Kanzleramt, anzuwenden.

Weitergehende Werbeverbote für Tabakprodukte und E-Zigaretten beschlossen

03.07.2020

Das jahrelange Ringen um die Ausweitung der bereits bestehenden Tabakwerbeverbote hat nun ein Ende. Ende Mai legte die Regierungskoalition endlich einen Gesetzentwurf (Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes) für ein weitreichenderes Werbeverbot für Tabakzigaretten und E-Zigaretten vor. Am 29. Juni 2020 fand eine öffentliche Anhörung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft statt, in der alle Sachverständigen den Gesetzentwurf grundsätzlich begrüßten. Mehrere plädierten allerdings für ein vollständiges Werbeverbot. Am 2. Juli schließlich wurde das Gesetz im Bundestag abschließend beraten (2./3. Lesung) und kurz vor Mitternacht mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen sowie der Fraktionen von Bündnis 90 / Die Grünen und Die Linke verabschiedet. 

mehr lesen

Drei Maßnahmen könnten eine Million Krebsfälle vermeiden

03.07.2020

Bis 2050 könnten eine Million Krebsfälle vermieden werden, wenn drei zentrale wirksamkeitserprobte Tabakkontrollmaßnahmen konsequent umgesetzt würden. Hierzu zählen wiederholte Steuererhöhungen, ein umfassendes Tabakwerbeverbot sowie eine einheitliche neutrale Verpackung für alle Zigarettenmarken. 

mehr lesen

BZgA: Drogenaffinität von Jugendlichen

01.07.2020

Die BZgA hat im Juli 2020 einen Ergebnisbericht zur Drogenaffinitätsstudie 2019 vorgelegt, in der die Affinität von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu legalen und illagalen Drogen untersucht wird. (Kompletter Bericht, Pressemitteilung) Das Ärzteblatt berichtet über zentrale Ergebnisse und Reaktionen (Aerzteblatt

Rauchfreies Deutschland ab 2040: Ein Diskussionsbeitrag

23.06.2020

Wenn Deutschland weiterhin nur wenige Teile des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Maßnahmenpakets zur Verringerung des Anteils von Rauchenden in der Gesellschaft umsetzt, wird es ein rauchfreies Deutschland vor 2043 nicht geben. Zu diesem Ergebnis kommt ein Beitrag von Forschenden des IFT-Nord. 

mehr lesen

Berlin nimmt Corona-Hilfe von Philip Morris an

09.06.2020

Der Tabakkonzern Philip Morris hat dem Land Berlin für die Lagerung und die Verteilung von Schutzausrüstungen wie Masken, Handschuhe und Kittel eine 1.200 Quadratmeter große Halle sowie technisches Equipment und Büroflächen zur Verfügung gestellt. Gegen diese Zusammenarbeit zwischen der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit mit dem Zigarettenproduzenten Philip Morris hat das Forum Rauchfrei zusammen mit zehn Professoren in einem Offenen Brief an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller protestiert. 

mehr lesen

DGP und GPP: Entwöhnungsprogramme statt E-Zigaretten

28.05.2020

Aufgrund bekannter Gesundheitsgefahren und noch nicht absehbarer Langzeitfolgen durch den Konsum von E-Zigaretten, sollten diese nicht zu Rauchentwöhnung genutzt werden. Strukturierte Entwöhnungsprogramme seien das Mittel der Wahl, so die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und die Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP) in einer Pressemitteilung. Sie fordern die kostenfreie und flächendeckende Verfügbarkeit von professionellen Entwöhnungsprogrammen für Rauchende. (Pressemitteilung)

Weltnichtrauchertag: Lass dich nicht manipulieren!

26.05.2020

Aktionsbündnis Nichtrauchen warnt junge Menschen vor Rauchen und Dampfen

Jugendliche und junge Erwachsene werden in hohem Maße von den Marketingstrategien der Tabakindustrie angesprochen – so werden neue Generationen abhängiger Konsumenten gewonnen. „Kill yourself starter kit – Lass dich nicht manipulieren“ lautet daher in Deutschland das Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertags am 31. Mai.

mehr lesen

Bericht an den UN-Ausschuss für Kinderrechte

26.05.2020

Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2020 reichten das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Deutsche Kinderhilfswerk, Unfairtobacco und 16 weitere Organisationen einen Alternativbericht  beim UN-Ausschuss für Kinderrechte ein. Darin bemängeln sie den ungenügenden Schutz von Kindern vor Passivrauch, vor Tabakwerbung und vor ausbeuterischer Kinderarbeit. Sie fordern von der deutschen Regierung, unverzüglich stärkere Maßnahmen der Tabakkontrolle zu ergreifen, damit die Rechte von Kindern geschützt werden. (Pressemitteilung)

Webseite: Rauchfreie Filme

25.05.2020

Eine neue Webseite des Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT Nord) informiert darüber, wie häufig in Filmen geraucht wird und warum das ein Problem ist. Dabei werden Oscar nominierte Filme, für den Deutschen Filmpreis (die Lola) nominierte Filme und die Tatort-Reihe unter die Lupe genommen.

mehr lesen

E-Zigarettenkonsum führt bei Jugendlichen zur Nutzung von Nikotinprodukten

23.04.2020

Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit förderte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine neue Kohortenstudie zum Verlauf des E-Zigarettenkonsums im Jugendalter. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass mehr als 60 Prozent der jugendlichen E-Zigarettenkonsumenten und über 75 Prozent der "Dual User" nach 18 Monaten Nikotinprodukte konsumieren. Nur selten werden nach dieser Zeit ausschließlich E-Zigaretten konsumiert. (Orginalarbeit)

Krebshilfe und DKFZ: Rauchstopp in Corona-Zeiten

15.04.2020

Anlässlich der Covid-19 Erkrankung, die durch Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöst wird und vor allem die Lunge betrifft, weisen sowohl die Deutsche Krebshilfe als auch das Deutsche Krebsforschungszentrum auf die positiven gesundheitlichen Auswirkungen eines Rauchstopps hin. Da Rauchende zur Risikogruppe für einen erschwerten Covid-19 Krankheitsverlauf zählten, sei es jetzt umso wichtiger, Lunge und Bronchien durch eine Tabakentwöhnung zu schonen. So könnten sowohl kurz- als auch langfristig das Risiko für Infektionen und andere Erkrankungen gesenkt werden.

Jahrbuch Sucht 2020: Weniger Rauchende, Konsum von Wasserpfeifen gestiegen

09.04.2020

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) berichtet im Jahrbuch Sucht 2020 auch für das Jahr 2019 eine rückläufige Zahl Rauchender in Deutschland. Der Konsum von (Wasser-) Pfeifentabak sei 2019 jedoch erneut stark angestiegen. Grund dafür ist die Beliebtheit von Wasserpfeifentabak bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Corona-Pandemie: ein guter Grund mehr für einen Rauchstopp

07.04.2020

Ein Rauchstopp ist immer sinnvoll, die aktuelle COVID-19-Epidemie könnte eine zusätzliche Motivation sein. Das Deutsche Krebsforschungszentrum weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass Daten aus China zufolge Patienten, die mit schwerem COVID-19-Krankheitsverlauf ins Krankenhaus kommen, oftmals an Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD), Krebs – alle diese Erkrankungen sind oftmals eine Folge des Rauchens.

Pressemitteilung des DKFZ

Jugendliche durch E-Zigaretten-Werbung verführt

07.04.2020

Dr. Julia Hansen und ihr Team aus dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel konnten in einer Längsschnittstudie mit mehr als 4.500 Jugendlichen zeigen, dass Werbung für E-Zigaretten die Wahrscheinlichkeit des Erstkonsums von E-Zigaretten, Zigaretten und Wasserpfeifen erhöhen kann. Die Wissenschaftler*innen äußern auf Grundlage dieser Ergebnisse Besorgnis über die geltenden Vorschriften für E-Zigarettenwerbung in Deutschland. (Medical Tribune, Orginalarbeit)

Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie den Besuch auf unserer Webseite fortsetzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Mehr Informationen.