News international

WHO-Bericht über die globale Tabakepidemie 2021: Warnung vor den Gefahren durch neue Nikotin- und Tabakprodukte

28.07.2021

Am 27. Juli 2021 wurde der achte WHO-Bericht über die globale Tabakepidemie vorgestellt. In diesem Bericht werden erstmals auch Daten zu elektronischen Nikotinabgabesystemen, wie E-Zigaretten, vorgelegt. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass viele Länder bei der Bekämpfung des Tabakkonsums Fortschritte machen, aber einige es versäumen, auch neue Nikotin- und Tabakerzeugnisse zu regulieren. Der Bericht weist auf die komplexen Bedrohungen für die globale öffentliche Gesundheit hin, die durch die Einführung neuer Nikotin- und Tabakprodukte entstehen. 

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Schweiz: Tabakwerbung nach Entscheid von Ständerat wieder erlaubt

15.06.2021

Der Ständerat nimmt einen Entschluss aus dem letzten Jahr zurück: Tabakwerbung in Zeitungen, Zeitschriften und im Internet sollen erlaubt bleiben. Besonders aus Gründen des Jugendschutzes wird Kritik laut. Laut der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention war der Druck der Tabaklobby für die Entscheidung ausschlaggebend. (SRF, Pressemitteilung)

E-Zigaretten: Bericht der Europäischen Kommission und SCHEER Report

07.06.2021

Im Bericht der Europäischen Kommission zur EU-Tabakproduktrichtlinie wird auch die Frage behandelt, ob E-Zigaretten als Mittel der Rauchentwöhnung geeignet sind. Auf Grundlage des aktuellen SCHEER-Reports zum Thema berichtet die Kommission, dass der Konsum von E-Zigaretten eine wichtige Rolle beim Einstieg in das Rauchen spielt und somit der bisher verfolgte vorsichtige und vorsorgliche Ansatz gerechtfertigt sei. (SCHEER Report, EUractive)

Bericht zu EU-Tabakproduktrichtlinie

25.05.2021

Der erste Bericht zu der seit 2016 gültigen EU-Tabakproduktrichtlinie liegt vor. Zwar sei der Konsum von Tabakprodukten in der EU zurückgegangen, weitere Bemühungen zur Umsetzung der vereinbarten Regelungen – besonders für neuartige Tabakprodukte – seien aber weiterhin notwendig. Kritiker:innen begrüßen den Bericht grundsätzlich, rufen jedoch zu schneller und effizienter Überprüfung der Umsetzung auf, um den Rückgang des Tabakkonsums auch in Zukunft zu gewährleisten. (Pressemitteilung, SFP)

Europas Plan zur Krebsbekämpfung

04.02.2021

Die Europäische Kommission stellte Anfang Februar den Europe's Beating Cancer Plan vor. In Bezug auf Tabak, als vermeidbarer Risikofaktor für verschiedene Krebsarten, soll der Plan dazu beitragen, eine "tabakfreie Generation" zu schaffen: Bis 2040 sollen weniger als 5% der Bevölkerung Tabak konsumieren. Dieses „ambitionierte Ziel“ wird von Vereinigungen und Organisationen wie Smoke Free Partnership oder European Public Health Alliance begrüßt.

Im Rahmen des Krebsbekämpfungsplan sollen auch zwei europäische Rechtsvorschriften überarbeitet werden: Die Steuervorschriften für von Privatpersonen im Ausland gekauften Alkohol und Tabak und eine Novellierung der EU-Tabaksteuer-Richtlinie stehen auf dem Programm.

Brasilien: Klagen gegen Tabakunternehmen

01.02.2021

Brasilien verklagt die Tabakunternehmen British American Tobacco und Philip Morris International. Ziel ist die Erstattung der Kosten des Gesundheitswesens für die Behandlung tabakbedingter Krankheiten in den letzten fünf Jahren. Gratulation kam unter anderem von Seiten der WHO und Tobacco Free Kids: Die Tabakunternehmen müssten für die finanzielle und gesundheitliche Belastung der Gesellschaft verantwortlich gemacht werden. (WHO, TobaccoFreeKids)

WHO-Kampagne: „Commit to Quit“

09.12.2020

Die WHO stellte am 8. Dezember 2020 ihre einjährige Kampagne zum Weltnichtrauchertag 2021 vor, mit der sie 100 Millionen Menschen beim Rauchstopp unterstützen will. Hierzu hat sie die Publikation „More than 100 reasons to quit tobacco“ und eine „Quiz Challenge“ bei WhatsApp aufgelegt. (Pressemitteilung)

Spanisches Manifest zu neuartigen Tabakprodukten

08.12.2020

Das "Manifest zu neuartigen Tabakprodukten" wurde von 167 Experten verfasst und warnt vor den Praktiken der Tabakindustrie, Tabakerhitzer und E-Zigarettenprodukte als Alternativen zu herkömmlichem Tabak zu bewerben. Diese neuen Produkte würden von der Industrie aggressiv bei jungen Menschen beworben, um den Rückgang bei Zigarettenverkäufen zu kompensieren. Die Industrie nutze dabei soziale Netzwerke und Massenveranstaltungen für junge Menschen sowie Influencer mit Tausenden von Anhängern, so die Unterzeichner.
(Spanish Manifesto on Novel Tobacco Products)

EU-Richtlinie: Warnhinweise zu Plastik auf Zigarettenschachteln soll 2021 in Kraft treten

23.11.2020

Die EU-Richtlinie zu Einwegplastik schließt Filter in Tabakprodukten mit ein. Um Umweltverschmutzung durch diese Produkte zu reduzieren, soll ein entsprechender Hinweis zur zweckmäßigen Entsorgung ab Sommer nächsten Jahres auch auf Zigarettenschachteln abgebildet werden. Die Welt berichtet.

Global Tobacco Industry Interference Index 2020: Deutschland schneidet schlecht ab

18.11.2020

Expose Tobacco hat den Global Tobacco Industry Interference Index 2020 veröffentlicht. Dieser Index zeigt, wie gut Regierungen öffentliche Gesundheitspolitik vor dem Einfluss der Tabakindustrie schützen. Neben allgemeinen Erkenntnissen – etwa, dass die Tabakunternehmen während der Covid-19 Pandemie sich verstärkt im Bereich der sozialen Verantwortung bemühten (siehe Beiträge in diesem Newsletter) – werden einzelne Länder anhand einer Punkteskala bewertet. Deutschland liegt auf Platz 23 von 34 und damit im hinteren Feld. (Zusammenfassung Bericht, Telegraph)

Anchorage, Alaska: Dampf- und E-Zigarettenprodukte fallen unter bestehende Tabaksteuer

16.11.2020

Die Stadt Anchorage in Alaska wird Dampfprodukte und E-Zigaretten zukünftig wie herkömmliche Tabakprodukte mit 55 Prozent des Großhandelspreises besteuern. Darunter fallen auch die Flüssigkeiten und Patronen, die mit den Geräten verwendet werden. (Alaskapublic)

Niederlande: Nationales Präventionsabkommen setzt auf Einheitsverpackungen für Zigaretten und Verkaufsbeschränkungen im Einzelhandel

05.10.2020

Im Rahmen des Nationalen Präventionsabkommens mit dem Ziel “Rauchfrei 2040” hat die Niederlande als weiteres europäisches Land nach Belgien, Frankreich, Großbritannien und Norwegen im Oktober Einheitsverpackungen für Zigaretten eingeführt. Nach dem Verkauf von alten Beständen sind Zigarettenschachteln einheitlich braun-grün zu gestalten, mit den bekannten Warnhinweisen und lediglich dem Namen der Marke zu versehen. (Börse Frankfurt)

World Bank: Corona Pandemie ist der beste Zeitpunkt für eine Tabaksteuererhöhung

11.08.2020

Seit Beginn der Corona Pandemie stehen Regierungen vor dem Problem, sowohl eine Gesundheits- als auch eine Wirtschaftskrise bekämpfen zu müssen. Laut World Bank und ExposeTobacco würde die Erhöhung der Steuer auf Tabakprodukte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: wirksame Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung sowie höhere Steuereinnahmen. Es gäbe dementsprechend keinen besseren Zeitpunkt für eine Erhöhung der Tabaksteuer, als jetzt.

EAPC: E-Zigaretten als kardiovaskulärer Risikofaktor

03.08.2020

Infolge eines Positionspapiers der Europäische Vereinigung für präventive Kardiologie (EAPC) weist auch die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) auf das Risiko von E-Zigaretten auf die Herzgesundheit hin. Nach Zusammenfassung der aktuellen Literatur liegt laut EAPC genügend Evidenz vor, dass der Konsum von E-Zigaretten Blutdruck und Herzfrequenz erhöht, Arterienwände versteift und die Funktion von Blutgefäßen hemmt.

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USA: FDA genehmigt die Bezeichnung „Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko“ für IQOS

09.07.2020

Der Tabakerhitzer IQOS des Unternehmens Philip Morris International (PMI) darf in den USA nun mit Genehmigung der Food and Drug Administration (FDA) als „Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko“ verkauft werden. Laut FDA heißt diese Marketingerlaubnis jedoch weder, dass die Produkte sicher, noch von der FDA zugelassen sind. (FDA)

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Bündnis fordert: Kinderrechte umsetzen, Tabakkontrolle stärken

27.05.2020

Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2020 reichen das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Deutsche Kinderhilfswerk, Unfairtobacco und 16 weitere Organisationen einen Alternativbericht beim UN-Ausschuss für Kinderrechte ein. Darin bemängeln sie den ungenügenden Schutz von Kindern vor Passivrauch, vor Tabakwerbung und vor ausbeuterischer Kinderarbeit. Sie fordern von der deutschen Regierung ein, unverzüglich stärkere Maßnahmen der Tabakkontrolle zu ergreifen, damit die Rechte von Kindern geschützt werden.

Pressemitteilung

WHO: drei Berichte zu neuartigen Tabakprodukten sollen Akteure der Politik unterstützen

27.05.2020

Anlässlich des Weltnichtrauchertages zum Thema „Die Jugend schützen“ veröffentlicht die WHO drei Berichte zu erhitzten Tabakprodukten sowie nikotinhaltigen und nikotinfreien E-Zigaretten. Die Hintergrundpapiere enthalten Informationen zu den jeweiligen Produkten, ihren Inhaltstoffen und gesundheitlichen Auswirkungen. Fallstudien und eine klare Positionierung der WHO sollen Politik und Akteuren des Gesundheitswesens eine wissenschaftlich fundierte Übersicht zu diesen neuartigen Tabakprodukten geben. (WHO)

COVID-19 und Rauchen

05.05.2020

Da das Rauchen das Atmungs- wie das Herz-Kreislaufsystem stark belastet, liegt die Vermutung eines erhöhten Risikos für einen schweren Krankheitsverlauf bei Raucherinnen und Rauchern auf der Hand. Angesichts des kurzen Zeitraums seit Ausbruch der Pandemie sind die Risiken im Zusammenhang mit dem Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten allerdings noch nicht genau bekannt. Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz hat nun in einem Factsheet den derzeitigen Wissensstand zusammengetragen. 

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8. European Conference on Tobacco or Health

25.02.2020

Vom 19. bis 22. Februar 2020 fand die  „8th European Conference on Tobacco or Health“ (ECToH) im CityCube Berlin statt. Sie wurde von der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft und dem ABNR gemeinsam ausgerichtet. Die ECToH wird alle drei Jahre unter der Schirmherrschaft der Association of European Cancer Leagues durchgeführt und ist das wichtigste europäische Forum für Tabakkontrolle. Die diesjährige Konferenz war ein großer Erfolg, mit einer Vielzahl spannender Referate und einem regen Gedankenaustausch, der uns dem gemeinsamen Ziel eines tabak- und rauchfreien Europas bis 2040 ein Stück näher bringt. (ECToH 2020)

Tabakkontrollskala: Deutschland belegt letzten Platz

20.02.2020

Im europäischen Vergleich der Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums belegt Deutschland den letzten Platz. Dies zeigt die „Europäische Tabakkontrollskala 2019“, die am 20. Februar 2020 auf einer Pressekonferenz im Rahmen der „European Conference on Tobacco or Health“ in Berlin vorgestellt wurde. „Der letzte Platz ist ein Armutszeugnis für die Bundesrepublik“, sagte Dr. Martina Pötschke-Langer, Vorsitzende des ABNR. „Er ist das Resultat jahrelanger politischer Untätigkeit. Damit muss jetzt endlich Schluss sein – denn schließlich geht es um Menschenleben!“ (Pressemitteilung, Tobacco Control Scale)

WHO verstärkt Warnung vor E-Zigaretten und empfiehlt strenge Regulierung

28.01.2020

Nach Einschätzung der WHO sind E-Zigaretten ohne Zweifel gesundheitsschädlich und nicht sicher. Zudem gebe es keine ausreichenden Beweise, dass sie beim Rauchstopp helfen. Aufgrund der Gesundheitsschädlichkeit empfiehlt die WHO strikte Regulierungsmaßnahmen sofern kein Verbot von E-Zigaretten besteht. weltweit haben bereits 30 Länder E-Zigaretten verboten.
Ärzteblatt, WHO HomepageWHO Key Messages regarding E-Cigarettes-PDF

Rauchverbot in Österreich am 1. November in Kraft getreten

02.01.2020

Nach einem steinigen Weg trat am 1. November in Österreich nun endgültig ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie in Kraft. Das Rauchverbot gilt in allen Räumen, in denen Speisen oder Getränke hergestellt, verarbeitet und konsumiert werden. Das Verbot schließt auch „verwandte Erzeugnisse“ wie E-Zigaretten und Shishas mit ein. (ORF) Bis Jahresende sollen 5.000 Kontrollen stattfinden, es drohen Strafen zwischen 800 und 10.000 Euro. (ORF)
(Ärzteblatt)

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