2. Werbung, Promotion und Sponsoring für Tabakprodukte und E-Zigaretten in jeder Form verbieten

Plakatwerbung, Werbung an Verkaufsstellen und Werbefilme im Kino nach 18.00 Uhr für Tabakprodukte und E-Zigaretten sind in Deutschland immer noch erlaubt. Die Promotion von Tabakprodukten (z.B. Sonnenschirme mit Markenaufdruck für die Gastronomie) und das Sponsoring von öffentlichen Veranstaltungen sind ebenfalls weiterhin zulässig, sofern sie nicht grenzüberschreitend sind.Nicht zuletzt nutzt die Tabakindustrie Zigarettenverpackungen als wichtige Werbefläche. 

Das Rauchen in Film und Fernsehen wird als ein kausaler Faktor für die Initiierung des Rauchens im Kindes- und Jugendalter gesehen. Eine aktuelle Analyse der für den Deutschen Filmpreis nominierten Filme zeigt, dass in 33 von 39 Filmen Rauchszenen vorkommen. Sogar in 15 der 18 Filme ohne jede Altersbeschränkung wurde geraucht.

Die Bundesrepublik muss in der nächsten Legislaturperiode ihren seit Jahren bestehenden Verpflichtungen aufgrund des WHO-Rahmenübereinkommens nachkommen und ein entsprechendes Gesetz zu einem vollständigen Tabakwerbeverbot erlassen. Dieses Gesetz muss gleichermaßen für E-Zigaretten gelten und über die bereits bestehenden Tabakwerbeverbote hinaus ein Tabakaußenwerbeverbot, ein Werbeverbot im Kino sowie ein Promotions- und Sponsoringverbot beinhalten. Zudem sollte das Rauchen in Filmen in die Kriterien für die Altersfreigabe sowie die Filmförderung eingeschlossen werden.