2. Tabakwerbung, Promotion und Sponsoring in jeder Form verbieten

Seit 2006 ist Tabakwerbung in Printmedien wie Zeitungen und Zeitschriften, im Internet und bei grenzüberschreitenden Veranstaltungen grundsätzlich verboten. Auch in Funk und Fernsehen darf nicht für Tabakprodukte geworben werden.
Erlaubt sind derzeit jedoch immer noch Plakatwerbung, Werbung an Verkaufsstellen und Werbefilme im Kino nach 18:00 Uhr. Die Promotion von Tabakprodukten (z. B. Sonnenschirme mit Markenaufdruck für die Gastronomie) und das Sponsoring von öffentlichen Veranstaltungen sind ebenfalls weiterhin zulässig, sofern sie nicht grenzüberschreitend sind. Ferner nutzt die Tabakindustrie Zigarettenverpackungen als wichtige für sie verbleibende Werbefläche. Nicht verboten ist außerdem die indirekte Werbung, wenn z.B. in Film und Fernsehen zur Zigarette gegriffen wird. Dies ist, nach Darstellung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und auch durch aktuelle deutsche Studien belegt, ein kausaler Faktor für die Initiierung des Rauchens im Kindes- und Jugendalter. 

Erforderlich ist ein absolutes Werbe-, Promotions- und Sponsoringverbot. Hierzu ist Deutschland schon aufgrund des WHO-Rahmenübereinkommens verpflichtet. Deutschland sollte außerdem den nationalen Spielraum im Rahmen der neuen Tabakproduktrichtlinie nutzen und neutrale Verpackungen (Plain Packaging) einführen. Auch ist das Rauchen in Filmen in die Kriterien für die Altersfreigabe einzuschließen.