Aktuelles aus der Welt
Australien gewinnt gegen Tabakindustrie: Plain Packaging ist rechtmäßig
23.08.2012
Mehrere Tabakkonzerne, u.a. Philip Morris und British American Tobacco, sind mit ihrer Klage vor dem Obersten Gerichtshof in Australien gescheitert. Das Gericht bestätigte die Auffassung der australischen Regierung, dass die Einführung von Plain Packaging, d.h. standardisierten, olivgrünen Produktverpackungen mit großen bildlichen Warnhinweisen und einheitlichem Schriftzug für die Marke, nicht gegen die australische Verfassung verstößt. Bekannt wurde zudem, dass die Tabakkonzerne die Kosten der Rechtsverteidigung der australischen Regierung (die in die Millionen gehen sollen) zu zahlen haben.
Thema des Welt-Nichtrauchertages 2012
September 2011
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den World No Tobacco Day 2012 das Leitthema „Tobacco Industry Interference" festgelegt. Ziel der WHO-Kampagne ist es, die zunehmend aggressiven Versuche der Tabakindustrie, das WHO-Rahmenabkommen zur Tabakprävention (FCTC) zu unterlaufen, zu demaskieren und zu bekämpfen. Die Attacken gegen das Rahmenabkommen stellten eine ernste Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar.
Das Thema des Welt-Nichtrauchertages in Deutschland wird Anfang des nächsten Jahres bekannt gegeben.
Näheres dazu auf der
Homepage der WHO
WHO-Studie: Passivrauchen fordert weltweit jährlich 600.000 Todesopfer
Eine Studie der WHO macht deutlich, dass weltweit weit über eine halbe Million Menschen jährlich aufgrund von durch das Passivrauchen verursachten Krankheiten wie Lungenkrebs, Asthma, Infektionen der unteren Atemwege und Herzleiden sterben. Am stärksten betroffen sind erwachsene Frauen mit 47 Prozent und Kinder mit 28 Prozent, das entspricht 165.000 Todesfällen jährlich; 26 Prozent sind männliche Nichtraucher.
Philip-Morris-Lieferanten wird Kinderarbeit vorgeworfen
Nach einem Bericht der Menschenrechtsorganistion Human Rights Watch werden auf Zulieferer-Plantagen von Philip-Morris in Kasachstan Wanderarbeiter und sogar 10-jährige Kinder ausgebeutet und enormen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt.
Der Bericht spricht von eklatanten Missständen bei den Tabaklieferanten. Die Vorwürfe reichen vom Einbehalten der Pässe, dem Vorenthalten von Arbeitsverträgen, dem nicht oder verspäteten Ausbezahlen der Löhne, unverhältnismäßig langen Arbeitszeiten, bis hin zu 72 Fällen von Kinderarbeit, bei denen Kinder im Umgang mit Rohtabak und Pestiziden hohen Risiken ausgesetzt seien.
Der Spiegel sprach nach Recherchen vor Ort ebenfalls von verheerenden Verhältnissen. Er berichtet von einer Familie, die in einem kasachischen Dorf, in dem Philip-Morris als einziger Tabakaufkäufer tätig ist, mit ihren drei minderjährigen Kindern (10, 13 und 15) ohne Schutzkleidung auf einer Tabakplantage arbeitet. Die Nikotinmenge, die Erwachsene wie Kinder hierbei pro Tag aufnehmen, entspreche etwa der von 36 Zigaretten.
Human Rights Watch fordert Philip-Morris auf, unverzüglich eine Verbesserung bei sämtlichen Tochterfirmen und Zulieferern sicherzustellen.
FCTC Summary reports
Juni 2010
Im Rahmen des Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC – Framework Convention on Tobacco Control) legt das FCTC-Konventionssekretariat jährlich einen zusammenfassenden Bericht über die internationalen Fortschritte bei der Umsetzung der FCTC-Vorgaben vor. Der Bericht soll internationale und regionale Fortschritte deutlich machen, besondere Erfolge hervorheben und gemeinsames Lernen befördern.


Zurück
Seitenanfang
Artikel drucken