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Welt-Nichtrauchertag

Welt-Nichtrauchertag 2003

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung startet neue Anzeigenserie in der ‚rauchfrei’-Jugendkampagne

Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 26.05.2003

Im Vorfeld des Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai präsentiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) heute die neue Anzeigenserie zum Nichtrauchen für Jugendliche. Sie ist Teil der „rauchfrei“-Jugendkampagne. Ab dem kommenden Monat werden die Anzeigen in den Jugendzeitschriften geschaltet. Mit provokanten Motiven sollen jugendliche Raucher zum Ausstieg motiviert und die Nichtraucher unter den Jugendlichen in ihrer Ablehnung gegenüber dem Tabakkonsum bestärkt werden. Diejenigen, die Fragen rund um das Thema ‚Rauch-Stopp’ haben, können sich an das Beratungstelefon der BZgA unter der Telefonnummer 01805 31 31 31 (12 Cent pro Minute) wenden.

„Mit der neuen ’rauchfrei’-Kampagne entwickelt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ein ganzes Maßnahmenbündel zur Tabakprävention bei Jugendlichen. Erfahrungen zeigen, dass Aufklärungsangebote immer dann am wirksamsten sind, wenn sie mit strukturellen und gesetzgeberischen Maßnahmen verknüpft sind“, erklärt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Vor diesem Hintergrund ist die in der letzten Woche verabschiedete WHO-Tabakrahmenkonvention auch ein großer Erfolg, der unsere Präventionsbemühungen unterstützt. Die internationale Zusammenarbeit ist ein wesentlicher Rückhalt für nationale Programme und somit auch eine gute Grundlage für eine umfassende nationale Präventionsstrategie in Deutschland,“ so Dr. Pott weiter.

Rauchen bei Jugendlichen gibt Anlass zur Sorge

Angebote zur Förderung des Nichtrauchens bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind dringend notwendig, denn das Rauchverhalten ist in dieser Altersgruppe besorgniserregend. Danach beginnen Jugendliche im Durchschnitt mit 13,6 Jahren mit dem Rauchen. Das Durchschnittsalter liegt somit deutlich unterhalb der gesetzlichen Altersgrenze für die Abgabe von Tabakprodukten an Jugendliche (ab 16 Jahre).

Zwischen 1993 und 2001 hat sich das Rauchverhalten bei den 12 bis 15jährigen Mädchen von 12 auf 21 Prozent nahezu verdoppelt, bei den Jungen ist ein Anstieg von 11 auf 18 Prozent zu registrieren. Auch bei den 16 bis 19jährigen jungen Frauen hat das Rauchen deutlich zugenommen: Mit 45 Prozent rauchen sie im Jahr 2001 ebenso stark wie die jungen Männer in dieser Altersgruppe.

„rauchfrei“ – die Jugendkampagne der BZgA

Mit der neuen Anzeigenserie spricht die Bundeszentrale Jugendliche ab dem kommenden Monat gezielt über die Jugendmedien an. In den insgesamt fünf Motiven wird jeweils ein Kontrast zwischen den üblichen Rauch-Klischees und den negativen Folgen des Rauchens dargestellt. Die Motive stehen im  Internet zum Downloaden.

„Anzeigen sind ein ideales Medium, um Jugendliche gezielt und flächendeckend zu erreichen. Mit der provokanten Art der Anzeigengestaltung wollen wir junge Menschen zu einer Diskussion über das Rauchen anregen und über die Vorteile des Nichtrauchens informieren“, erklärt die Direktorin Dr. Elisabeth Pott.

Die Anzeigenschaltung ergänzt die bisherigen „rauchfrei“-Angebote der Jugendkampagne. Seit April stehen Ausstiegshilfen für Jungen und Mädchen, die erstmalig für diese Altersgruppe entwickelt wurden, zur Verfügung. Unter dem Titel „Stop Smoking – Girls“ und „Stop Smoking – Boys“ finden Jugendliche ihre jeweilige Broschüre mit Anleitungen zum Nichtrauchen. Als Basis-Information über die Folgen des Rauchens steht „Let’s talk about Smoking“ für Jugendliche bereit.

Neben den schriftlichen Informationen wird auch eine telefonische Beratung zum Rauchverzicht angeboten. Das Team der BZgA-Telefonberatung ist unter der Rufnummer 01805 31 31 31 (12 Cent pro Minute) zu erreichen.

Mit der Jugendkampagne „rauchfrei“ will die Bundeszentrale auch die Schulen als eines der wichtigsten Aktionsfelder ansprechen. Rauchfreie Schulen zählen zu den vorrangigen Zielen, die erreicht werden sollen. Hierzu wurde für Pädagogen ein Konzept entwickelt, das verschiedene Wege aufzeigt, wie Schulen zu möglichst rauchfreien Einrichtungen gestaltet werden können. Derzeit findet sich der Leitfaden noch in einem Praxistest. Mit Schuljahrsbeginn 2003/2004 wird er flächendeckend zur Verfügung gestellt.

Die Jugendbroschüren „Stop – Smoking Girls“; „Stop – Smoking Boys“ und „Let’s talk about Smoking” sind kostenlos unter folgender Adresse zu beziehen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Fax: 0221-8992257
e-mail: order@bzga.de
 www.bzga.de