News international

Österreich: Nationalrat beschließt Aufhebung des generellen Rauchverbots

22.03.2018

Ungeachtet des laufenden „Don’t Smoke“-Volksbegehrens hat am 22. März der Nationalrat mit Stimmen der ÖVP und der FPÖ die Aufhebung des ab 1. Mai vorgesehenen generellen Rauchverbots in der Gastronomie beschlossen. In der gleichen Sitzung wurde ein Verkaufsverbot von Tabakwaren an unter 18-Jährige sowie ein Rauchverbot in Fahrzeugen beschlossen, wenn sich darin Minderjährige befinden. (Pressemitteilung der Parlamentsdirektion)

Viele Rauchszenen in Streaming-Serien

20.03.2018

Die amerikanische Gesundheitsorganisation Truth Initiative hat im März eine Studie veröffentlicht die zeigt, dass in den Produktionen von Streaming-Anbietern wie Netflix und Amazon Video extrem viel geraucht wird. Dabei steht schon lange fest, dass Jugendliche, die Rauchszenen in Film und Fernsehen ausgesetzt sind, mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit anfangen, selbst Zigaretten zu konsumieren. (Truth Initiative)

Tobacco Atlas

13.03.2018

Anlässlich der 17th World Conference on Tobacco or Health (WCTOH) vom 7.-9. März in Kapstadt wurde der in Kooperation von American Cancer Society and Vital Strategies erstellte Tobacco Atlas vorgestellt. Darin sind zum ersten Mal Details zu den Strategien der Tabakindustrie enthalten, z.B. zu Unterwanderung der Wissenschaft, Manipulation der Medien, Lobbyarbeit und Einschüchterungen. (Tobacco Atlas)

Stellungnahme der American Cancer Society zu elektronischen Zigaretten

20.02.2018

Die American Cancer Society hat im Februar 2018 ein Positionspapier zu E-Zigaretten herausgegeben. Darin wird empfohlen, Raucher, die mit den von der FDA empfohlenen Entwöhnungsmethoden nicht aufhören können, zu ermutigen, auf E-Zigaretten umzusteigen. Dabei wird dringend von einem gleichzeitigen Konsum von E-Zigaretten und Tabakzigaretten abgeraten sowie letztendlich auch der Ausstieg aus dem E-Zigaretten-Konsum empfohlen. Weiterhin fordert die Cancer Society die FDA dazu auf, die Forschung zu E-Zigaretten zu verstärken, um die Auswirkungen auf die tabakbedingte Morbidität und Mortalität und auf das Verhalten der Verbraucher zu überprüfen. (Homepage ACS)

Brasilien erteilt Gesundheitsbehörde Kontrollgewalt über die Tabakindustrie

05.02.2018

Brasiliens oberster Gerichtshof hat am 1. Februar 2018 entschieden, dass die nationale Gesundheitsbehörde ANVISA berechtigt ist, die Tabakindustrie zu reglementieren. Damit bleibt ihr Beschluss aus dem Jahr 2012 bestehen, der den Zusatz von Aroma- und Geschmacksstoffen in Tabakprodukten verbietet. 

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Report der „National Academies Press“ (NAP) zu E-Zigaretten

24.01.2018

Wissenschaftler der National Academies of Sciences, Engineering and Medicine haben im Auftrag der U.S. Food & Drug Administration (FDA) über 800 Studien zur E-Zigarette ausgewertet. Der Fokus lag dabei auf zwei zentralen Fragen: Eignen sich E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung und werden Jugendliche durch E-Zigaretten verleitet, herkömmliche Tabakprodukte zu konsumieren? 

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EU-Kommission: Vorerst keine Vorgaben zur Besteuerung von E-Zigaretten-Liquids

16.01.2018

Die EU-Kommission hat bekannt gegeben, dass es vorerst keine EU-weite Steuer auf E-Zigaretten und Heat-not-Burn Produkte geben wird. Frühestens 2019 sollen solche Steuerpläne erneut geprüft werden; zur Zeit gebe es zu wenige Daten zu den noch recht jungen Produkten. (ÄrzteZeitung)

EU: "Tracking & Tracing"-System für Tabakerzeugnisse

21.12.2017

Illegaler Tabakhandel verursacht in den EU-Mitgliedstaaten enorme gesundheitliche und steuerliche Schäden und begünstigt das organisierte Verbrechen. Um gegen den unerlaubten Handel vorzugehen, hat die Europäische Kommission am 15.12.2017 die Einrichtung eines EU-weiten "Tracking & Tracing"-Systems für Tabakwaren beschlossen. Es soll von der Tabakindustrie vollkommen unabhängig sein und 2019 erstmals in Kraft treten.

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Österreich: Petition der Österreichischen Krebshilfe gegen Aufweichung des Rauchverbots

20.12.2017

Die FPÖ hat sich in den Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP mit der Forderung durchgesetzt, das bereits beschlossene absolute Rauchverbot in der Gastronomie zurückzunehmen. Hiergegen formiert sich breiter Protest. Stand 19. Dezember 2017 unterstützten ca. 400.000 Menschen die Don't Smoke Petition der Österreichischen Krebshilfe. Die SPÖ und die Wiener Ärztekammer fordern eine Volksbefragung zum Rauchverbot. (Mehr dazu: Süddeutsche Zeitung)

Positionspapier zu Tabakerhitzern

14.12.2017

Die International Union Against Tuberculosis and Lung Disease hat im Dezember 2017 ein Positionspapier zu sogenannten „Heat-not-Burn Tobacco Products“ (Tabakerhitzer) veröffentlicht. Die Union fordert, dass Regierungen das Vorsorgeprinzip bei der Regulierung von Tabakerhitzern anwenden; ein Verbot der Verwendung in geschlossenen Räumen, der Werbung, der Verkaufsförderung und des Sponsorings von Tabakerhitzern sowie ein Verbot der Behauptung, dass diese Produkte bei der Raucherentwöhnung helfen. Außerdem fordert die Union, dass die Tabakindustrie nicht in die Diskussionen über Tabakerhitzer einbezogen werden soll. 

Das Positionspapier in voller Länge finden Sie hier.

USA: Tabakindustrie muss vor sich selbst warnen

28.11.2017

Ende November sind die weltgrößten Tabakkonzerne mit Werbespots und Anzeigen auf die US-Fernsehschirme und Zeitungsseiten zurückgekehrt. Allerdings nicht um für ihre Produkte zu werben, sondern um vor ihnen zu warnen. Ein Gericht in Washington hat die "Richtigstellungen" angeordnet. Die Konzerne müssen zwölf Monate lang in der Hauptsendezeit darüber aufklären, wie gefährlich Zigaretten wirklich sind. (Mehr dazu: Süddeutsche Zeitung)

Norwegen siegt im Rechtsstreit gegen Swedish Match

14.11.2017

Der Snus-Hersteller Swedish Match hatte im Sommer geklagt, dass die Maßnahme gegen die EWR-Handelsvereinbarung zwischen Norwegen und der EU verstoße. Am 06.11.2017 entschied das Landgericht in Oslo jedoch, dass das Plan Packaging auf Snus-Tabak-Verpackungen eine legitime Maßnahme ist. Somit hat der Staat Norwegen den Prozess in allen Punkten gewonnen.

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Vatikan stoppt Zigarettenverkauf ab 2018

14.11.2017

Papst Franziskus hat kürzlich bekannt gegeben, dass ab dem kommenden Jahr auf dem vatikanischen Staatsgebiet keine Zigaretten mehr verkauft werden dürfen. Da es in dem nur für Staatsbürger und Angestellte zugänglichen Staat keine Tabak- und Alkoholsteuer gibt, waren Tabakprodukte dort bislang zu wesentlich günstigeren Preisen erhältlich als im umliegenden Italien. 

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Philip-Morris fördert Stiftung „Foundation for a Smoke-Free World“

18.09.2017

Philip Morris International (PMI), einer der weltweit größten Tabakkonzerne, hat am 13. September angekündigt, die neu gegründete Stiftung in den nächsten 12 Jahren mit jährlich rund 80 Millionen US-Dollar auszustatten. Ziel der angeblich „unabhängigen“ Stiftung ist unter anderem die Finanzierung von Forschungsvorhaben zu den neuen Tabakprodukten von Philip Morris (z.B. IQOS). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits Regierungen und Behörden von einer Zusammenarbeit mit der Stiftung abgeraten, da die Forschung in solch einer Stiftung immer in einem Interessenkonflikt stehe, wenn sie von einer Tabakfirma bezahlt werde. (WHO-Statement)

USA: Paradigmenwechsel bei der Tabak- und Nikotinregulierung

17.08.2017

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat für großes Aufsehen gesorgt als sie im Juli ihre neue Strategie zur Bekämpfung der Tabaksucht ankündigte: Der Nikotingehalt in Zigaretten soll soweit abgesenkt werden, dass er Raucher nicht mehr abhängig macht. Gleichzeitig will die FDA den Zeitplan für eine umfassende Regulierung von E-Zigaretten verschieben. (ÄrzteZeitung)

WHO-Tabakbericht 2017

24.07.2017

Obwohl Tabakpräventionsmaßnahmen wie Tabakwerbeverbote, Rauchverbote oder Warnhinweise auf Zigarettenpackungen wirken, sterben jährlich immer noch sieben Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Die WHO ruft deshalb die Regierungen weltweit dazu auf, die Präventionsmaßnahmen zu verstärken. Nachholbedarf gibt es in Deutschland vor allem bzgl. eines Verbots der Tabakaußenwerbung – die WHO erwartet, dass Deutschland rasch ein entsprechendes Verbot beschließt. (WHO Report)

British American Tobacco übernimmt den US-Tabakkonzern Reynolds

24.07.2017

Durch die Fusion steigt BAT zum weltweit größten börsennotierten Tabakkonzern auf, gemessen an Umsatz und Ertrag, und zieht damit an Philip Morris vorbei. (Handelsblatt)

Frankreich will Preis für Päckchen Zigaretten auf 10 Euro erhöhen

11.07.2017

Die französische Regierung will den Preis für ein Päckchen Zigaretten spätestens bis 2022 von derzeit sieben auf zehn Euro erhöhen und gleichzeitig Präventionsmaßnahmen und Forschung fördern.

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Australien: Philip Morris muss Gerichtskosten tragen

10.07.2017

Philip Morris scheiterte 2012 zusammen mit anderen internationalen Tabakkonzernen mit dem Versuch, die von Australien geplanten Tabakpräventionsmaßnahmen mit juristischen Mitteln zu verhindern. Dies kostet die Firma nun bis zu 50 Millionen australische Dollar an Gerichtskosten. (Handelsblatt)

Australien: Geldstrafe für E-Zigaretten-Unternehmen wegen irreführender Werbung

19.06.2017

Das Bundesgericht in Australien (Federal Court of Australia) setzt in einer aktuellen Entscheidung vom 02.05.2017 eine Geldstrafe von 50.000,00 $ für mehrere E-Zigaretten-Unternehmen und 10.000,00 $ für die jeweiligen verantwortlichen  Führungskräfte wegen irreführender Werbung fest.

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Eurobarometer 2017: Mehr junge Raucherinnen und Raucher

31.05.2017

Die aktuelle zum Weltnichtrauchertag veröffentlichte Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass EU-weit immer noch mehr als ein Viertel der Europäerinnen und Europäer (26 Prozent) raucht. Erfreulich: In Deutschland ist die Zahl der Raucherinnen und Raucher seit 2014 um zwei Prozentpunkte auf 25 Prozent gesunken. Alarmierend: Die Zahl der Raucherinnen und Raucher im Alter von 15 bis 24 Jahren ist seit 2014 im EU-Durchschnitt von 25 auf 29 Prozent gestiegen. 

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Jeder zehnte Todesfall weltweit geht auf das Rauchen zurück

11.04.2017

Während der Anteil der Raucher/innen an der Gesamtbevölkerung schrumpft, nehmen die absoluten Zahlen zu – fast eine Milliarde Menschen weltweit rauchen. Jeder zehnte Todesfall sei auf das Rauchen zurückzuführen – so das Ergebnis einer Anfang April in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichten Studie, für die die Daten der Global Burden of Disease Study ausgewertet wurden. Deutschland liegt unter den Top Ten der Staaten mit den meisten Raucher/innen, hierzulande steht sogar jeder siebte Todesfall im Zusammenhang mit dem Rauchen. (SPIEGEL ONLINE)

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Nichtraucherschutz in Europa

29.03.2017

In einer Europa-Karte, der "Smokefree Map", zeigt die in Brüssel tätige Organisation Smokefree Partnership (SFP) auf, welche EU-Mitgliedstaaten einen ausreichenden und wirksamen Schutz vor Passivrauchen bieten und welche Länder mehr tun müssen, um ihre Bürger durch eine verbesserte Gesetzgebung und eine verbesserte Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu schützen. (Smokefree Map)

"Tabakkontrollskala 2016": Deutschland erneut auf dem vorletzten Platz

27.03.2017

Deutschland unternimmt viel zu wenig in der Tabakprävention. Dies wird erneut durch die am 23. März 2017 bei der siebten Europäischen Tabakkontrollkonferenz in Porto vorgestellte „Tabakkontrollskala 2016“ deutlich. Deutschland nimmt zum zweiten Mal in Folge unter 35 befragten europäischen Staaten den vorletzten Platz ein, wiederum gefolgt von Österreich.

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Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) empfiehlt Rauchstopp

23.01.2017

In einer Pressemitteilung vom 23.01.2017 weist die ÖGD darauf hin, dass Rauchen maßgeblich zur Entstehung von Diabetes beiträgt und bei bereits bestehender Diabeteserkrankung die Wahrscheinlichkeit von Folgeerkrankungen deutlich erhöht. Die ÖDG empfiehlt daher allen Rauchern einen möglichst raschen Rauchstopp und fordert die politischen Entscheidungsträger zu entschlossenem Handeln auf. Näheres in der Pressemitteilung der ÖGD

Rauchen kostet Weltwirtschaft fast eine Billion Euro im Jahr

10.01.2017

Die Produkte der Tabakindustrie fügen der Weltwirtschaft einen geschätzten Schaden von einer Billion Dollar (rund 950 Milliarden Euro) im Jahr zu. Das geht aus einer aktuellen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor, die am 10. Januar 2017 unter dem Titel "The Economics of Tobacco and Tobacco Control" erschienen ist. Dabei wurden sowohl die Behandlung raucherspezifischer Krankheiten, als auch die entgangene Produktivität durch Arbeitsausfälle berücksichtigt. Nähere Informationen in der Pressemitteilung der WHO.